Wicken
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Die zauberhafte Welt der Wicken: Ein Fest für die Sinne im Garten
Wicken, auch bekannt als „Schmetterlingsblumen“, sind eine wahre Augenweide in jedem Garten. Mit ihren zarten, oft duftenden Blüten und den eleganten Ranken verzaubern sie jeden Betrachter. Die Blüten erscheinen in einer Vielzahl von Farben, von reinem Weiß über sanftes Rosa bis hin zu tiefem Purpur. Ihre Blütezeit erstreckt sich über mehrere Monate und sorgt für eine langanhaltende, lebendige Farbenpracht. Es gibt zahlreiche Arten und Sorten von Wicken, jede mit ihren eigenen Besonderheiten und Charme. Einige sind einjährig, andere mehrjährig, und sie alle haben eines gemeinsam: Sie bringen Freude und Schönheit in jeden Garten. Doch Vorsicht: Einige Wicken-Arten sind giftig und sollten daher mit Bedacht gepflanzt werden. Um das Beste aus diesen zauberhaften Pflanzen herauszuholen, sind einige wichtige Pflegetipps zu beachten, insbesondere in Bezug auf Anpflanzung und Bewässerung.
Allgemeine Informationen
| Deutscher Name | Wicken |
| Botanischer Name | Lathyrus |
| Familie | Fabaceae |
| Synonyme | Platterbsen, Duftwicken |
| Herkunft | Mittelmeerraum |
| Verbreitung | Weltweit in gemäßigten Klimazonen |
Die Vielfalt der Wicken-Arten
Die Gattung Lathyrus umfasst eine beeindruckende Vielfalt von Arten, die in verschiedensten Klimazonen gedeihen. Einige der bekanntesten sind die Duftwicke (Lathyrus odoratus), bekannt für ihre intensiv duftenden Blüten, und die mehrjährige Staudenwicke (Lathyrus latifolius), die sich durch ihre robuste Natur und lange Blütezeit auszeichnet. Jede Art hat ihre eigenen Anforderungen und Besonderheiten, aber alle teilen die charakteristischen schmetterlingsförmigen Blüten und die Klettergewohnheiten, die sie so unverwechselbar machen.
Wuchsmerkmale der Wicken
Wicken können je nach Art und Sorte unterschiedliche Wuchshöhen und -breiten erreichen. Die einjährigen Duftwicken beispielsweise wachsen oft bis zu 2 Meter hoch, während die mehrjährige Staudenwicke Höhen von bis zu 3 Metern erreichen kann. Die Pflanzen wachsen meist kletternd oder rankend und benötigen daher eine Stütze, an der sie sich emporwinden können. Die Blüten erscheinen in einer Vielzahl von Farben, darunter Weiß, Rosa, Rot, Violett und Blau, und blühen typischerweise von Juni bis September. Nach der Blüte bilden sich kleine, unscheinbare Früchte, die Samen enthalten. Die Blätter sind gefiedert und von hellgrüner Farbe, was den Pflanzen ein zartes, elegantes Aussehen verleiht.
Standort und Boden für Wicken
Wicken bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort, an dem sie mindestens sechs Stunden direkte Sonneneinstrahlung pro Tag erhalten. Der Boden sollte gut durchlässig und nährstoffreich sein, idealerweise mit einem neutralen bis leicht alkalischen pH-Wert. Eine gute Bodenfeuchtigkeit ist wichtig, jedoch sollte Staunässe vermieden werden, da dies zu Wurzelfäule führen kann. In Bezug auf die Winterhärte sind die meisten einjährigen Wicken nicht frosthart, während einige mehrjährige Arten in milden Klimazonen überwintern können.
Anpflanz- und Pflegehinweise für Wicken
Die beste Pflanzzeit für Wicken ist im Frühjahr, sobald keine Frostgefahr mehr besteht. Der Pflanzabstand sollte etwa 20 bis 30 Zentimeter betragen, um den Pflanzen ausreichend Platz zum Wachsen zu geben. Die Bewässerung sollte regelmäßig erfolgen, besonders während trockener Perioden, um die Bodenfeuchtigkeit konstant zu halten. Eine Düngung mit einem ausgewogenen, organischen Dünger im Frühjahr und während der Blütezeit fördert ein gesundes Wachstum und eine reiche Blüte. Ein regelmäßiger Rückschnitt verblühter Blüten fördert die Bildung neuer Blüten und verlängert die Blütezeit. Mehrjährige Wicken sollten im Herbst zurückgeschnitten und mit einer Mulchschicht vor Frost geschützt werden. Häufige Krankheiten und Schädlinge sind Mehltau und Blattläuse, die durch regelmäßige Kontrolle und gegebenenfalls biologische Schädlingsbekämpfung in Schach gehalten werden können. Der Pflegeaufwand für Wicken ist insgesamt als mittel einzustufen.
Verwendung und Besonderheiten der Wicken
Wicken sind vielseitige Pflanzen, die sowohl als Zierpflanzen im Garten als auch in Kübeln auf Balkon und Terrasse verwendet werden können. Ihre duftenden Blüten sind eine wertvolle Nektarquelle für Bienen und andere Bestäuber, was sie zu einer umweltfreundlichen Wahl für jeden Garten macht. Einige Wicken-Arten sind jedoch giftig und sollten daher nicht in der Nähe von kleinen Kindern oder Haustieren gepflanzt werden. Die Vermehrung erfolgt in der Regel durch Samen, die im Frühjahr direkt ins Freiland gesät werden können. Unter den zahlreichen Sorten und Kultivaren gibt es viele, die sich durch besondere Blütenfarben oder Duftintensität auszeichnen. Historisch gesehen wurden Wicken aufgrund ihrer Schönheit und ihres Duftes oft in Bauerngärten und formalen Gärten gleichermaßen geschätzt. Ähnliche Pflanzen, die ebenfalls durch ihre kletternde Wuchsform und farbenfrohe Blüten auffallen, sind Kapuzinerkresse und Prunkwinde. Es gibt auch zahlreiche Hybriden und Züchtungen, die speziell für ihre Blütenpracht oder Widerstandsfähigkeit gezüchtet wurden.
Mit diesen Tipps und Hinweisen wird die Anpflanzung und Pflege der zauberhaften Wicken zu einem erfolgreichen und erfüllenden Gartenprojekt. Ob als rankende Wandbegrünung, duftende Blumenrabatte oder bunter Kübelbewohner – Wicken sind immer ein Blickfang und bereichern jeden Garten mit ihrer anmutigen Schönheit und ihrem betörenden Duft.


