Rotkohl
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Der Purpurfarbene Schatz des Gartens: Rotkohl
Mit seinen leuchtend purpurroten Blättern und der kompakten, kugeligen Form ist Rotkohl ein wahrer Hingucker im Garten. Diese eindrucksvolle Pflanze, die nicht nur ästhetisch ansprechend ist, sondern auch kulinarisch vielseitig verwendet werden kann, bringt Farbe und Geschmack in jede Küche. Die Blätter des Rotkohls sind dicht gepackt und bilden einen festen Kopf, der von einem tiefen Purpur bis zu einem leuchtenden Violett reicht. Doch Rotkohl hat weit mehr zu bieten als nur sein auffälliges Aussehen.
Blütezeit und besondere Eigenschaften des Rotkohls
Rotkohl blüht im zweiten Jahr nach der Aussaat, da er eine zweijährige Pflanze ist. Die Blüten sind klein, gelb und unscheinbar, doch sie tragen zur Vermehrung der Pflanze bei. Es gibt verschiedene Arten und Sorten von Rotkohl, die sich in Farbe, Form und Geschmack unterscheiden. Besonders bemerkenswert ist die Fähigkeit des Rotkohls, seine Farbe je nach Boden-pH-Wert zu ändern: In sauren Böden neigen die Blätter dazu, rötlicher zu werden, während sie in alkalischen Böden eher bläulich erscheinen.
Rotkohl ist nicht giftig und kann bedenkenlos verzehrt werden. Seine besondere Eigenschaft liegt in seinem hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien, die besonders gesundheitsfördernd sind. Zudem ist Rotkohl frostbeständig und kann auch in kühleren Klimazonen angebaut werden.
Wichtige Hinweise zur Anpflanzung und Bewässerung
Bei der Anpflanzung von Rotkohl ist es wichtig, auf die richtige Bodenbeschaffenheit zu achten. Rotkohl bevorzugt einen lehmigen, gut durchlässigen Boden mit einem neutralen bis leicht sauren pH-Wert. Die Pflanze benötigt viel Licht, daher sollte sie an einem sonnigen Standort gepflanzt werden. Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr, wenn keine Frostgefahr mehr besteht. Der Pflanzabstand sollte etwa 40 bis 50 Zentimeter betragen, um den Pflanzen genügend Raum zum Wachsen zu geben.
Rotkohl hat einen moderaten Wasserbedarf. Der Boden sollte stets feucht, aber nicht zu nass gehalten werden. Eine regelmäßige Bewässerung ist besonders in den heißen Sommermonaten wichtig. Düngen Sie den Rotkohl regelmäßig mit organischem Dünger oder Kompost, um das Wachstum zu fördern. Ein Rückschnitt ist in der Regel nicht erforderlich, da der Rotkohl als ganzes geerntet wird.
Allgemeine Informationen
| Deutscher Name: | Rotkohl |
| Botanischer Name: | Brassica oleracea var. capitata f. rubra |
| Familie: | Kreuzblütler (Brassicaceae) |
| Synonyme: | Blaukraut, Rotkraut |
| Herkunft: | Mittelmeerraum |
| Verbreitung: | Weltweit in gemäßigten Klimazonen |
Wuchsmerkmale des Rotkohls
Rotkohl wächst als kompakte Pflanze mit einer durchschnittlichen Höhe von 30 bis 40 Zentimetern und einer Breite von etwa 25 bis 30 Zentimetern. Die Wuchsform ist aufrecht, wobei die Blätter dicht gepackt einen festen Kopf bilden. Die Pflanze ist zweijährig, was bedeutet, dass sie im ersten Jahr hauptsächlich Blattmasse bildet und im zweiten Jahr zur Blüte übergeht.
Die Blüten des Rotkohls sind klein und gelb und erscheinen im zweiten Jahr nach der Aussaat. Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli. Nach der Blüte bildet die Pflanze Schoten, die die Samen enthalten. Die Blätter des Rotkohls sind groß, gewellt und von einer tiefen purpurroten Farbe, die je nach Boden-pH-Wert variieren kann.
Standort und Boden für Rotkohl
- Lichtbedarf: Sonnig
- Bodenart: Lehmig, gut durchlässig
- Boden pH: Neutral bis leicht sauer
- Feuchtigkeit: Feucht, aber nicht nass
- Winterhärtezone: 3-9
Rotkohl gedeiht am besten an einem sonnigen Standort, der mindestens sechs Stunden direktes Sonnenlicht pro Tag erhält. Der Boden sollte lehmig und gut durchlässig sein, um Staunässe zu vermeiden. Ein neutraler bis leicht saurer pH-Wert ist ideal für das Wachstum des Rotkohls. Der Boden sollte stets feucht, aber nicht nass gehalten werden, um Wurzelfäule zu vermeiden. Rotkohl ist winterhart und kann in den Winterhärtezonen 3 bis 9 angebaut werden.
Anpflanz- und Pflegehinweise für Rotkohl
Pflanzzeit und Pflanzabstand
Die beste Zeit für das Pflanzen von Rotkohl ist das Frühjahr, sobald keine Frostgefahr mehr besteht. Die Samen können direkt ins Freiland gesät oder in einem Gewächshaus vorgezogen werden. Der Pflanzabstand sollte etwa 40 bis 50 Zentimeter betragen, um den Pflanzen genügend Raum zum Wachsen zu geben.
Bewässerung und Düngung
Rotkohl hat einen moderaten Wasserbedarf. Der Boden sollte stets feucht, aber nicht zu nass gehalten werden. Eine regelmäßige Bewässerung ist besonders in den heißen Sommermonaten wichtig. Verwenden Sie am besten Regenwasser oder abgestandenes Leitungswasser, um die Pflanzen zu gießen. Düngen Sie den Rotkohl regelmäßig mit organischem Dünger oder Kompost, um das Wachstum zu fördern. Eine Düngung alle vier bis sechs Wochen ist ausreichend.
Schnitt und Überwinterung
Ein Rückschnitt ist bei Rotkohl in der Regel nicht erforderlich, da die Pflanze als Ganzes geerntet wird. Wenn Sie jedoch Samen für die nächste Saison sammeln möchten, lassen Sie einige Pflanzen blühen und die Samen ausreifen. Rotkohl ist frostbeständig und kann auch in kühleren Klimazonen überwintern. In sehr kalten Regionen kann es jedoch sinnvoll sein, die Pflanzen mit einer Mulchschicht oder einem Vlies zu schützen.
Krankheiten und Schädlinge
Rotkohl kann von verschiedenen Krankheiten und Schädlingen befallen werden. Häufige Probleme sind Kohlhernie, Blattläuse, Kohlweißlinge und Schnecken. Um Krankheiten vorzubeugen, sollten Sie auf eine gute Fruchtfolge achten und den Boden regelmäßig auflockern. Bei Schädlingsbefall können biologische Schädlingsbekämpfungsmittel oder natürliche Feinde wie Marienkäfer und Nematoden helfen.
Pflegeaufwand
Der Pflegeaufwand für Rotkohl ist mittel. Regelmäßige Bewässerung, Düngung und Kontrolle auf Schädlinge und Krankheiten sind notwendig, um gesunde Pflanzen zu erhalten und eine gute Ernte zu gewährleisten.
Verwendung und Besonderheiten des Rotkohls
Verwendung
Rotkohl wird hauptsächlich als Gemüsepflanze verwendet und ist ein fester Bestandteil vieler traditioneller Gerichte. Er kann roh in Salaten, gekocht als Beilage oder eingelegt als Sauerkraut verzehrt werden. Rotkohl ist reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien, die besonders gesundheitsfördernd sind.
Besonderheiten
- Essbar: Rotkohl ist vollständig essbar und nicht giftig.
- Frostbeständig: Rotkohl kann auch in kühleren Klimazonen angebaut werden.
- Farbanpassung: Ändert seine Farbe je nach Boden-pH-Wert.
Vermehrung
Rotkohl kann durch Samen vermehrt werden. Die Samen können direkt ins Freiland gesät oder in einem Gewächshaus vorgezogen werden. Die besten Ergebnisse erzielen Sie, wenn Sie die Samen im Frühjahr aussäen, sobald keine Frostgefahr mehr besteht.
Unterarten und Sorten
Es gibt verschiedene Sorten von Rotkohl, die sich in Farbe, Form und Geschmack unterscheiden. Einige beliebte Sorten sind:
- Roter Spitzkohl: Hat eine spitz zulaufende Form und einen milden Geschmack.
- Roter Krauskohl: Hat gekrauste Blätter und einen intensiven Geschmack.
- Roter Kugelkohl: Bildet einen festen, kugeligen Kopf und hat einen kräftigen Geschmack.
Zusätzliche Informationen
Geschichte
Rotkohl hat eine lange Geschichte und wurde bereits im Mittelalter in Europa angebaut. Er war ein wichtiges Nahrungsmittel, insbesondere in den Wintermonaten, da er lange gelagert werden kann. Rotkohl ist ein fester Bestandteil der traditionellen Küche in vielen europäischen Ländern und wird oft zu Festtagen serviert.
Ähnliche Pflanzen
Ähnliche Pflanzen wie Rotkohl sind Weißkohl, Wirsing und Grünkohl. Diese Pflanzen gehören ebenfalls zur Familie der Kreuzblütler und haben ähnliche Anbau- und Pflegeanforderungen.
Züchtung und Hybriden
Es gibt verschiedene Hybridsorten von Rotkohl, die speziell für bestimmte Eigenschaften wie Krankheitsresistenz, Kältetoleranz oder besondere Geschmacksrichtungen gezüchtet wurden. Diese Hybriden bieten eine größere Vielfalt und Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Anbaubedingungen.
Mit diesen umfassenden Informationen und Tipps zur Anpflanzung und Pflege können Sie Rotkohl erfolgreich in Ihrem Garten anbauen und die vielfältigen kulinarischen Möglichkeiten dieser beeindruckenden Pflanze genießen.


