Ringelblumen
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Die goldenen Juwelen des Gartens: Ringelblumen
Stellen Sie sich vor, Sie betreten einen Garten, der in einem Meer von leuchtendem Gold und Orange erstrahlt. Diese farbenfrohe Pracht verdanken wir der Ringelblume, einer Pflanze, die nicht nur durch ihre Schönheit besticht, sondern auch durch ihre Vielseitigkeit und robusten Eigenschaften. Mit ihren strahlenden Blüten, die wie kleine Sonnen aussehen, zieht sie nicht nur Blicke auf sich, sondern auch zahlreiche nützliche Insekten. Lassen Sie uns gemeinsam in die faszinierende Welt der Ringelblumen eintauchen und entdecken, was diese Pflanze so besonders macht.
Allgemeine Informationen
| Deutscher Name | Ringelblume |
|---|---|
| Botanischer Name | Calendula officinalis |
| Familie | Korbblütler (Asteraceae) |
| Synonyme | Goldblume, Mariengold |
| Herkunft | Mittelmeerraum |
| Verbreitung | Weltweit in gemäßigten Zonen |
Die Welt der Ringelblumen: Arten und Sorten
Die Ringelblume ist ein wahres Chamäleon unter den Pflanzen, denn sie kommt in einer Vielzahl von Formen und Farben daher. Die bekannteste Art ist zweifelsohne Calendula officinalis, die in vielen Gärten und auf Balkonen zu finden ist. Doch es gibt auch andere Arten und zahlreiche Kultivare, die durch unterschiedliche Blütenfarben und -formen bestechen. Einige Sorten haben gefüllte Blüten, während andere durch ihre Einfachblütigkeit bestechen. Die Farbpalette reicht von einem zarten Gelb über kräftiges Orange bis hin zu einem tiefen Gold. Besonders beliebt sind Sorten wie ‚Indian Prince‘ mit ihren dunkelroten Blütenrändern oder ‚Radio‘ mit ihren leuchtend orangefarbenen, kaktusähnlichen Blüten.
Wuchsmerkmale der Ringelblumen
Die Ringelblume ist eine Pflanze, die sowohl in der Höhe als auch in der Breite variieren kann. Sie erreicht durchschnittlich eine Höhe von 30 bis 60 cm und eine Breite von etwa 20 bis 30 cm. Ihre Wuchsform ist aufrecht und buschig, was sie zu einer idealen Pflanze für Beete und Rabatten macht. Die Blätter sind länglich, leicht behaart und von einem satten Grün, was einen schönen Kontrast zu den leuchtenden Blüten bildet. Die Ringelblume ist einjährig, was bedeutet, dass sie innerhalb eines Jahres keimt, blüht und Samen bildet.
Die Blütenfarbe variiert von Gelb über Orange bis hin zu Gold und manchmal auch Rot. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis Oktober, wobei die Pflanze kontinuierlich neue Blüten bildet. Die Früchte sind sichelförmige, graubraune Samen, die leicht zu ernten und zu säen sind. Die Blätter sind länglich und leicht behaart, was der Pflanze eine interessante Textur verleiht.
Der ideale Standort für Ringelblumen
Ringelblumen lieben die Sonne und gedeihen am besten an sonnigen bis halbschattigen Standorten. Der Boden sollte gut durchlässig und nährstoffreich sein. Bevorzugt wird ein leicht sandiger bis lehmiger Boden mit einem neutralen bis leicht alkalischen pH-Wert. Die Pflanze ist recht anspruchslos, was die Bodenfeuchtigkeit betrifft, und kommt sowohl mit trockenen als auch mit leicht feuchten Böden gut zurecht. In den Winterhärtezonen 5 bis 9 ist die Ringelblume problemlos winterhart.
Anpflanz- und Pflegehinweise für Ringelblumen
Die beste Pflanzzeit für Ringelblumen ist das Frühjahr, sobald keine Frostgefahr mehr besteht. Der Pflanzabstand sollte etwa 20 bis 30 cm betragen, um den Pflanzen genügend Raum zum Wachsen zu geben. Was die Bewässerung betrifft, so sind Ringelblumen recht genügsam. Sie benötigen nur mäßig Wasser und sollten erst gegossen werden, wenn die oberste Erdschicht trocken ist. Staunässe sollte vermieden werden, da dies zu Wurzelfäule führen kann.
Eine Düngung ist bei Ringelblumen nicht zwingend erforderlich, kann aber das Wachstum und die Blütenbildung fördern. Einmal im Monat kann ein organischer Dünger oder Kompost verwendet werden. Der Rückschnitt der verwelkten Blüten fördert die Bildung neuer Blüten und hält die Pflanze in Form. Zur Überwinterung ist bei einjährigen Pflanzen kein besonderer Schutz erforderlich. Krankheiten und Schädlinge sind bei Ringelblumen selten, gelegentlich können Blattläuse oder Mehltau auftreten, die jedoch leicht zu bekämpfen sind.
Verwendung und Besonderheiten der Ringelblumen
Ringelblumen sind wahre Alleskönner im Garten. Sie eignen sich hervorragend als Zierpflanzen in Beeten und Rabatten, können aber auch in Kübeln und Töpfen auf Balkonen und Terrassen gepflanzt werden. Besonders beliebt sind sie auch als Heilpflanzen, da ihre Blüten entzündungshemmende und wundheilende Eigenschaften besitzen. Ringelblumen sind zudem bienenfreundlich und ziehen zahlreiche nützliche Insekten an.
Die Vermehrung erfolgt am besten durch Samen, die direkt ins Freiland gesät werden können. Eine Vorkultur in Töpfen ist ebenfalls möglich. Die Samen keimen innerhalb von 7 bis 14 Tagen bei einer Temperatur von etwa 15 bis 20 Grad Celsius. Wichtige Unterarten oder Sorten sind ‚Indian Prince‘, ‚Radio‘ und ‚Pink Surprise‘, die durch ihre besonderen Blütenfarben und -formen bestechen.
Zusätzliche Informationen zu Ringelblumen
Ringelblumen haben eine lange Geschichte und wurden bereits im Mittelalter als Heilpflanzen geschätzt. Sie galten als Symbol für Liebe und Beständigkeit und wurden oft in Klostergärten kultiviert. Ähnliche Pflanzen sind beispielsweise die Sonnenblume (Helianthus annuus) oder die Zinnie (Zinnia elegans), die ähnliche Anforderungen an Standort und Pflege haben. In der Zucht gibt es zahlreiche Hybriden und Kreuzungen, die durch ihre besondere Blütenpracht und Robustheit überzeugen.
Die Ringelblume ist eine Pflanze, die in keinem Garten fehlen sollte. Ihre leuchtenden Blüten, ihre Vielseitigkeit und ihre pflegeleichten Eigenschaften machen sie zu einem echten Highlight für jeden Hobbygärtner. Ob als Heilpflanze, Zierpflanze oder Nützlingsmagnet – die Ringelblume ist ein wahres Allroundtalent und bereichert jeden Garten mit ihrer strahlenden Schönheit.


