Pampasgras
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Das federleichte Wunder: Pampasgras
Wie ein sanfter Windhauch, der über die weiten Ebenen Südamerikas streicht, so schmiegt sich das Pampasgras in die Landschaft. Seine eleganten, federartigen Blütenstände wiegen sich anmutig im Wind und verleihen jedem Garten einen Hauch von Exotik und Wildheit. Doch hinter dieser grazilen Erscheinung steckt eine robuste Pflanze, die sich in den verschiedensten Umgebungen behaupten kann. Tauchen wir ein in die Welt des Pampasgrases und entdecken seine einzigartigen Eigenschaften, seine Vielfalt und die Geheimnisse seiner Pflege.
Allgemeine Informationen
| Deutscher Name: | Pampasgras |
| Botanischer Name: | Cortaderia selloana |
| Familie: | Süßgräser (Poaceae) |
| Synonyme: | Argentinisches Pampasgras |
| Herkunft: | Südamerika |
| Verbreitung: | Weltweit in gemäßigten Klimazonen |
Die Vielfalt der Arten
Pampasgras ist nicht gleich Pampasgras. Es gibt verschiedene Arten und Sorten, die sich in Größe, Farbe und Form der Blütenstände unterscheiden. Die bekanntesten Arten sind:
- Cortaderia selloana: Die häufigste Art mit silbrig-weißen Blütenständen.
- Cortaderia jubata: Auch bekannt als „Anden-Pampasgras“, mit rosa bis violetten Blüten.
- Cortaderia richardii: Eine weniger verbreitete Art mit cremeweißen Blüten.
Jede dieser Arten hat ihre eigenen Besonderheiten und kann je nach Standort und Klima unterschiedliche Vorzüge bieten.
Wuchsmerkmale des Pampasgrases
Das Pampasgras beeindruckt durch seine majestätische Erscheinung. Mit einer Wuchshöhe von bis zu 3 Metern und einer Breite von etwa 1,5 Metern kann es schnell zum Blickfang in jedem Garten werden. Die Pflanze wächst aufrecht und bildet dichte Horste, die im Sommer und Herbst von den charakteristischen, federartigen Blütenständen gekrönt werden.
Die Blütenfarbe variiert je nach Art und Sorte von silbrig-weiß über cremefarben bis hin zu rosa und violett. Die Blütezeit erstreckt sich in der Regel von August bis Oktober, wobei die prächtigen Blütenstände oft bis in den Winter hinein erhalten bleiben.
Die Blätter des Pampasgrases sind lang, schmal und scharfkantig. Sie bilden dichte Büschel, die im Wind rascheln und dem Garten eine dynamische Note verleihen.
Standort und Boden
Das Pampasgras bevorzugt sonnige Standorte, an denen es seine volle Pracht entfalten kann. Ein gut durchlässiger, sandiger bis lehmiger Boden ist ideal, wobei die Pflanze auch in weniger optimalen Böden gedeihen kann, solange Staunässe vermieden wird. Der pH-Wert des Bodens sollte neutral bis leicht alkalisch sein.
Die Pflanze ist relativ trockenheitsresistent, benötigt jedoch in den ersten Jahren nach der Pflanzung regelmäßige Bewässerung, um gut anzuwachsen. In den Wintermonaten sollte das Pampasgras vor starkem Frost geschützt werden, insbesondere in kälteren Klimazonen.
Anpflanz- und Pflegehinweise
Die beste Zeit, um Pampasgras zu pflanzen, ist im Frühjahr, wenn keine Frostgefahr mehr besteht. Der Pflanzabstand sollte mindestens 1 bis 1,5 Meter betragen, um den Pflanzen genügend Raum zur Entfaltung zu geben.
Während der Wachstumsperiode benötigt das Pampasgras regelmäßige Bewässerung, wobei Staunässe unbedingt vermieden werden sollte. Eine leichte Düngung im Frühjahr fördert das Wachstum und die Blütenbildung. Der Rückschnitt erfolgt im Spätwinter oder frühen Frühjahr, bevor der neue Austrieb beginnt. Dabei werden die alten Blütenstände und abgestorbenen Blätter entfernt.
Um das Pampasgras gut über den Winter zu bringen, empfiehlt es sich, die Blätter zusammenzubinden und den Wurzelbereich mit einer Mulchschicht zu schützen. In sehr kalten Regionen kann zusätzlich ein Winterschutz aus Vlies oder Jute sinnvoll sein.
Krankheiten und Schädlinge
Pampasgras ist relativ robust und wenig anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Gelegentlich können Blattläuse oder Spinnmilben auftreten, die jedoch meist keinen großen Schaden anrichten. Bei Staunässe besteht die Gefahr von Wurzelfäule, daher ist eine gute Drainage wichtig.
Verwendung und Besonderheiten
Das Pampasgras ist eine beliebte Zierpflanze, die sich hervorragend für Solitärpflanzungen, als Sichtschutz oder in großen Beeten eignet. Es ist bienenfreundlich und zieht zahlreiche Insekten an, die sich in den Blütenständen tummeln. Die dekorativen Blüten können auch als Trockenblumen verwendet werden und sind ein echter Hingucker in Blumenarrangements.
Die Vermehrung erfolgt am besten durch Teilung der Horste im Frühjahr. Auch die Aussaat von Samen ist möglich, jedoch weniger verbreitet.
Zu den bekannten Sorten zählen ‚Pumila‘, eine kompaktere Variante, und ‚Sunningdale Silver‘, die besonders große und silbrige Blütenstände bildet.
Zusätzliche Informationen
Das Pampasgras hat eine lange Geschichte und wurde bereits von den Ureinwohnern Südamerikas genutzt. Es diente als Material für Flechtarbeiten und als Futterpflanze für Nutztiere. Heute ist es weltweit verbreitet und wird in vielen Gärten und Parks als Zierpflanze geschätzt.
Ähnliche Pflanzen sind das Chinaschilf (Miscanthus sinensis) und das Riesen-Chinaschilf (Miscanthus giganteus), die ebenfalls durch ihre imposanten Blütenstände und ihre Wuchshöhe beeindrucken.
In der Züchtung gibt es zahlreiche Hybriden und Sorten, die sich durch unterschiedliche Blütenfarben und Wuchseigenschaften auszeichnen. Diese Vielfalt macht das Pampasgras zu einer spannenden Pflanze für jeden Gartenliebhaber.


