Lampionstrauch
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Die magische Welt des Lampionstrauchs: Ein leuchtendes Wunder der Natur
Der Lampionstrauch, auch bekannt als Physalis alkekengi, ist eine Pflanze, die durch ihre auffälligen, laternenartigen Fruchthüllen ins Auge sticht. Diese leuchtend orangefarbenen Hüllen, die den essbaren Beeren Schutz bieten, verleihen der Pflanze ihren charmanten Namen und machen sie zu einem wahren Hingucker in jedem Garten. Mit ihren zarten weißen Blüten im Sommer und den leuchtenden Lampions im Herbst bietet sie das ganze Jahr über ein faszinierendes Schauspiel.
Allgemeine Informationen
| Deutscher Name | Lampionstrauch |
| Botanischer Name | Physalis alkekengi |
| Familie | Nachtschattengewächse (Solanaceae) |
| Synonyme | Blasenkirsche, Judenkirsche, Winterkirsche |
| Herkunft | Europa und Asien |
| Verbreitung | Weltweit in gemäßigten Klimazonen |
Wuchsmerkmale des Lampionstrauchs
Der Lampionstrauch kann eine Höhe von etwa 60 bis 100 cm erreichen und breitet sich etwa ebenso weit aus. Er wächst aufrecht und bildet dichte Büsche mit zahlreichen Trieben. Die Blätter sind herzförmig, grün und leicht behaart, was ihnen eine samtige Textur verleiht.
- Wuchshöhe: 60-100 cm
- Wuchsbreite: 60-100 cm
- Wuchsform: Aufrecht, buschig
- Lebensdauer: Mehrjährig
- Blütenfarbe: Weiß
- Blütezeit: Juni bis August
- Frucht: Leuchtend orangefarbene Hüllen (Lampions) mit essbaren Beeren, Reifezeit im Herbst
- Blattfarbe und -form: Herzförmig, grün, leicht behaart
Standort und Boden für den Lampionstrauch
Der Lampionstrauch bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte und gedeiht am besten in gut durchlässigen, humusreichen Böden. Ein neutraler bis leicht saurer pH-Wert des Bodens ist ideal. Die Pflanze ist relativ anspruchslos, was die Bodenfeuchtigkeit betrifft, und kommt sowohl mit trockenen als auch mit mäßig feuchten Bedingungen zurecht. In den Winterhärtezonen 3 bis 9 ist der Lampionstrauch winterhart.
- Lichtbedarf: Sonnig bis halbschattig
- Bodenart: Gut durchlässig, humusreich
- Boden pH: Neutral bis leicht sauer
- Feuchtigkeit: Trocken bis mäßig feucht
- Winterhärtezone: 3-9
Anpflanz- und Pflegehinweise für den Lampionstrauch
Die beste Zeit, um den Lampionstrauch zu pflanzen, ist im Frühjahr, wenn keine Frostgefahr mehr besteht. Der Pflanzabstand sollte etwa 30 bis 40 cm betragen, damit sich die Pflanzen gut entwickeln können. Der Lampionstrauch hat einen mittleren Wasserbedarf und sollte regelmäßig, aber nicht zu häufig gegossen werden. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden. Eine Düngung im Frühjahr mit einem organischen Dünger unterstützt das Wachstum und die Blütenbildung.
- Pflanzzeit: Frühjahr
- Pflanzabstand: 30-40 cm
- Bewässerung: Regelmäßig, mittlerer Wasserbedarf, Staunässe vermeiden
- Düngung: Frühjahr, organischer Dünger
- Schnitt: Rückschnitt im Herbst, um die Pflanze in Form zu halten und das Wachstum zu fördern
- Überwinterung: In den Winterhärtezonen winterhart, bei extremen Temperaturen Schutz mit Mulch oder Vlies
- Krankheiten und Schädlinge: Relativ robust, gelegentlich Blattläuse oder Schnecken, regelmäßige Kontrolle und biologische Schädlingsbekämpfung
- Pflegeaufwand: Mittel
Verwendung und Besonderheiten des Lampionstrauchs
Der Lampionstrauch wird vor allem als Zierpflanze in Gärten und Parks geschätzt. Die leuchtenden Lampions eignen sich hervorragend für Trockenblumenarrangements und bringen Farbe in den Herbstgarten. Die Beeren sind essbar und können zu Marmeladen oder Chutneys verarbeitet werden. Allerdings sind andere Teile der Pflanze leicht giftig und sollten nicht verzehrt werden. Der Lampionstrauch ist zudem bienenfreundlich und zieht zahlreiche Insekten an.
- Verwendung: Zierpflanze, Trockenblumenarrangements, essbare Beeren
- Besonderheiten: Leicht giftig (außer den Beeren), bienenfreundlich
- Vermehrung: Samen, Stecklinge, Teilung
Arten und Sorten des Lampionstrauchs
Es gibt verschiedene Arten und Kultivare des Lampionstrauchs, die sich in Größe, Blütenfarbe und Fruchtform unterscheiden. Eine beliebte Sorte ist ‚Franchetii‘, die besonders große und leuchtende Lampions bildet. Auch die Sorte ‚Gigantea‘ ist bekannt für ihre imposanten Fruchtstände. Der Lampionstrauch bietet somit eine Vielzahl an Variationen, die jeden Garten bereichern können.
Die Geschichte des Lampionstrauchs reicht weit zurück und er wurde bereits in der Antike als Heilpflanze genutzt. Heute ist er vor allem als Zierpflanze beliebt und sorgt mit seinen leuchtenden Lampions für farbenfrohe Akzente im Garten.
Ähnliche Pflanzen sind die Kapstachelbeere (Physalis peruviana) und die Tomatillo (Physalis philadelphica), die ebenfalls zur Gattung Physalis gehören und ähnliche Fruchtstände aufweisen. Es gibt auch zahlreiche Hybriden und Züchtungen, die sich durch besondere Wuchsformen oder Blütenfarben auszeichnen.
Mit diesen Tipps und Hinweisen zur Anpflanzung und Pflege des Lampionstrauchs steht einer erfolgreichen Kultivierung nichts mehr im Wege. Viel Freude beim Gärtnern und Staunen über die leuchtenden Lampions!


