Greiskraut
Inhaltsverzeichnis
Die faszinierende Welt des Greiskrauts
Das Greiskraut, auch bekannt als Senecio, ist eine Pflanze, die mit ihrer markanten Erscheinung und ihren besonderen Eigenschaften fasziniert. Mit ihren leuchtend gelben Blüten und den oft silbrig behaarten Blättern zieht sie die Blicke auf sich. Doch das Greiskraut ist nicht nur optisch ein Highlight; es hat auch einige bemerkenswerte Eigenschaften, die es zu einer einzigartigen Pflanze machen. In diesem Text erfahren Sie alles Wissenswerte über das Greiskraut, von seinen Wuchsmerkmalen bis hin zu Tipps für die erfolgreiche Anpflanzung.
Allgemeine Informationen
| Deutscher Name | Greiskraut |
| Botanischer Name | Senecio |
| Familie | Asteraceae |
| Synonyme | Kreuzkraut, Ragwort |
| Herkunft | Weltweit |
| Verbreitung | Weltweit |
Herkunft und Verbreitung
Das Greiskraut hat eine beeindruckende weltweite Verbreitung. Ursprünglich stammt es aus gemäßigten Zonen und ist auf fast allen Kontinenten zu finden. Diese weite Verbreitung zeugt von der Anpassungsfähigkeit der Pflanze, die sich in verschiedensten Klimazonen wohlfühlt.
Wuchsmerkmale
Das Greiskraut kann eine durchschnittliche Höhe von 30 bis 100 Zentimetern erreichen, wobei einige Arten auch deutlich höher wachsen können. In der Breite kann es sich bis zu 50 Zentimeter ausbreiten. Die Wuchsform ist meist aufrecht, doch es gibt auch kriechende und kletternde Arten. Das Greiskraut ist in der Regel mehrjährig, was es zu einer beständigen Bereicherung für den Garten macht. Die Blüten sind meist leuchtend gelb und erscheinen in der Regel von Mai bis Oktober. Die Pflanze bildet kleine, unscheinbare Früchte, die oft von einem Haarkranz umgeben sind und im Herbst reifen. Die Blätter sind oft silbrig behaart, was ihnen ein besonderes Aussehen verleiht.
Standort und Boden
Das Greiskraut bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte und fühlt sich in durchlässigen, sandigen bis lehmigen Böden am wohlsten. Der pH-Wert des Bodens sollte neutral bis leicht alkalisch sein. Die Pflanze benötigt mäßige Feuchtigkeit, wobei Staunässe unbedingt vermieden werden sollte. In Bezug auf die Winterhärte ist das Greiskraut recht robust und verträgt Temperaturen bis zu -15 Grad Celsius.
Anpflanz- und Pflegehinweise
Pflanzzeit
Die beste Zeit, um Greiskraut zu pflanzen, ist im Frühjahr, wenn keine Frostgefahr mehr besteht. Alternativ kann auch der Herbst genutzt werden, solange der Boden noch nicht gefroren ist.
Pflanzabstand
Ein Pflanzabstand von etwa 30 bis 40 Zentimetern wird empfohlen, um den Pflanzen genügend Raum zur Entfaltung zu geben.
Bewässerung
Das Greiskraut benötigt eine regelmäßige, aber moderate Bewässerung. Es sollte darauf geachtet werden, dass der Boden nie vollständig austrocknet, aber auch keine Staunässe entsteht.
Düngung
Eine Düngung im Frühjahr und im Hochsommer mit einem handelsüblichen Volldünger unterstützt das Wachstum und die Blühfreudigkeit der Pflanze.
Schnitt
Ein Rückschnitt im Spätherbst oder Frühjahr fördert die Verzweigung und Blühfreudigkeit. Verwelkte Blüten sollten regelmäßig entfernt werden, um die Pflanze zur Bildung neuer Blüten anzuregen.
Überwinterung
In Regionen mit sehr kalten Wintern sollte das Greiskraut mit einer Mulchschicht oder einem Vlies vor Frost geschützt werden.
Krankheiten und Schädlinge
Das Greiskraut ist relativ robust gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Dennoch können gelegentlich Blattläuse oder Mehltau auftreten. Hier helfen natürliche Schädlingsbekämpfungsmittel oder das Abspülen der Pflanzen mit Seifenwasser.
Pflegeaufwand
Der Pflegeaufwand für das Greiskraut ist insgesamt gering bis mittel. Mit den richtigen Standort- und Pflegebedingungen belohnt die Pflanze ihren Gärtner mit einer üppigen Blüte und gesundem Wuchs.
Verwendung und Besonderheiten
Verwendung
Das Greiskraut eignet sich hervorragend als Zierpflanze in Beeten und Rabatten. Auch in Steingärten und als Bodendecker macht es eine gute Figur. Aufgrund seiner Anpassungsfähigkeit kann es auch in Kübeln und Töpfen auf Terrassen und Balkonen kultiviert werden.
Besonderheiten
Eine besondere Eigenschaft des Greiskrauts ist seine Bienfreundlichkeit. Die leuchtend gelben Blüten ziehen Bienen und andere Insekten magisch an. Allerdings ist Vorsicht geboten: Viele Arten des Greiskrauts sind giftig und sollten nicht in der Nähe von Weideflächen oder in Gärten mit kleinen Kindern gepflanzt werden.
Vermehrung
Das Greiskraut lässt sich leicht durch Samen, Stecklinge oder Teilung vermehren. Die Samen können direkt ins Freiland gesät werden, während Stecklinge im Frühjahr oder Herbst geschnitten und in Anzuchterde bewurzelt werden können.
Unterarten und Sorten
Es gibt zahlreiche Unterarten und Sorten des Greiskrauts, die sich in Wuchshöhe, Blütenfarbe und Blattbeschaffenheit unterscheiden. Einige bekannte Sorten sind:
- Senecio cineraria (Silber-Greiskraut): Bekannt für seine silbrig behaarten Blätter.
- Senecio vulgaris (Gewöhnliches Greiskraut): Eine weit verbreitete Art mit gelben Blüten.
- Senecio jacobaea (Jakobs-Greiskraut): Bekannt für seine giftigen Eigenschaften.
Zusätzliche Informationen
Geschichte
Das Greiskraut hat eine lange Geschichte als Heil- und Zierpflanze. In der Antike wurde es wegen seiner vermeintlichen Heilkräfte geschätzt, heute steht es jedoch aufgrund seiner Giftigkeit in der Kritik.
Ähnliche Pflanzen
Ähnliche Pflanzen sind z.B. das Kreuzkraut (Senecio) und das Ragwort (Jacobaea), die ebenfalls zur Familie der Asteraceae gehören und ähnliche Pflegeansprüche haben.
Züchtung und Hybriden
Es gibt zahlreiche Züchtungen und Hybriden des Greiskrauts, die auf besondere Eigenschaften wie Blütenfarbe oder Blattbeschaffenheit hin optimiert wurden. Diese Hybriden bieten eine große Vielfalt für jeden Gartenliebhaber.


